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Art der Publikation: Beitrag in Sammelwerk

Usability eines 3D-Interfaces zur Visualisierung von Informationssystemlandschaften

Autor(en):
Thorsten Spies, Thomas Hofmann
Herausgeber:
Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V. (GfA)
Titel des Sammelbands:
Neue Arbeits- und Lebenswelten gestalten, 56. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft
Seiten:
239-242
Verlag:
GfA Press
Ort(e):
Darmstadt
Veröffentlichung:
2010
Zitation:
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Kurzfassung

Die Informationsvisualisierung trägt dazu bei, die Entwicklung und Wartung von Softwaresystemen und insbesondere die Beherrschung der Systemkomplexität zu erleichtern. Einzelne Softwaresysteme werden durch fortgeschrittene technologische Möglichkeiten immer weiter zu hochintegrierten Informationssystemlandschaften vernetzt, die einem stark dynamischen Umfeld mit nicht mehr vorhersehbaren Wechselwirkungen unterliegen. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Usability von 3D-Interfaces zur Visualisierung solcher Systemlandschaften.
Dabei gilt es insbesondere, die Nutzerfreundlichkeit der Darstellung von, sowie der Interaktion mit Massendaten und Systemstrukturen zu berücksichtigen. Die Herausforderungen beim Design dreidimensionaler Sichten liegen vor allem in der Architektur der Elemente durch geeignete Layout-Konzepte, der Darstellung visueller Elemente für unterschiedliche Zielgruppen sowie dem Mapping von logischen auf visuelle Dimensionen und Merkmale. Im Speziellen wird der Fokus auf die Interaktions- und Navigationsmöglichkeiten durch die Nutzer gerichtet.
Zur Evaluierung dieser Interaktions- und Visualisierungskonzepte steht ein 3D-Prototyp auf Basis des sogenannten „Generic View“ Konzeptes zur Verfügung. Dieser ermöglicht es, zahlreiche kontextspezifische Sichten auf Informationssystemlandschaften unter Berücksichtigung von Relevanzkriterien einzelner Nutzer „just-in-time“ zu erzeugen.
Die Entwicklungen zeigen, dass auf Basis dreidimensionaler Darstellungsformen andere Qualitäten bezüglich der Visualisierung und Interaktion erzielt werden können. So ist es bspw. möglich Abhängigkeiten unterschiedlicher Elemente über verschiedene Abstraktionsebene hinweg darzustellen. Des Weiteren kann durch innovative Interaktionsformen der kognitive
Workload bei der Systemanalyse reduziert werden.