Themen im SS 18

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

Themen für Bachelor-Studierende

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-1

Themenkomplex: Moderne Softwareentwicklung

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Smart Home ist ein Begriff, der in den letzten Jahren sowohl in der Praxis als auch in der Forschung häufig verwendet wird. Er umfasst verschiedene Technologien, Konzepte etc., die den Bereichen Hausautomation, Energiemanagement, Unterhaltung und Sicherheit zugeordnet werden können. Auf Grund der Vielzahl von Standards und Einsatzszenarien sowie der Heterogenität der Anbieter ist die Bewertung von Eignung, Sinnhaftigkeit, Wirtschaftlichkeit etc. für den privaten Einsatz nicht unmittelbar möglich.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Standards es im Bereich von Smart Home gibt. Weiterführend kann dann eine Bewertung der identifizierten Standards bspw. im Hinblick auf Kosten oder Sicherheit erfolgen.

    Literatur

    • Cardova, C. E. P. J., Asare-Bediako B, Vanalme GMA, Kling WL (2011) Overview and Comparison of Leading Communication Standard Technologies for Smart Home Area Networks Enabling Energy Management Systems. In: Proceedings of 2011 46th International Universities' Power Engineering Conference (UPEC), S 1-6
    • Zaidan AA, Zaidan BB, Qahtan MY, Albahri OS, Albahri AS, Alaa M, Jumaah FM, Talal M, Tan KL, Shir WL, Lim CK (2018) A survey on communication components for IoT-based technologies in smart homes. Telecommunication Systems 20(2):119. doi:10.1007/s11235-018-0430-8
  • In der Literatur zur Softwareentwicklung werden die Metaphern der technischen und der sozialen Schuld diskutiert. Dabei handelt es sich in beiden Fällen um Auswirkungen von Entscheidungen im Softwareentwicklungsprozess, die zu einem späteren Zeitpunkt mit meist negativen Konsequenzen verbunden sind. So kann bspw. eine schnell erstellte Architektur die Softwareentwicklung zunächst beschleunigen, führt später aber bspw. zu Problemen in der Wartbarkeit.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, einen Überblick über die Formen der Schuld in der Softwareentwicklung zu geben, um dann aufzuzeigen, wie mit ihr sinnvoll umgegangen werden kann.

    Literatur

    • Tamburri DA, Kruchten P, Lago P, van Vliet H (2013) What is social debt in software engineering? In: 6th International Workshop on Cooperative and Human Aspects of Software Engineering (CHASE), S 93–96. doi:10.1109/CHASE.2013.6614739 
    • Fowler M (2013) TechnicalDebt. martinfowler.com/bliki/TechnicalDebt.html (Abruf am 2018-03-23)
  • Smart, Connected Products (SCPs) wie bspw. Wearables setzten sich aus materiellen Komponenten (mechanische und elektronische Bestandteile), smarten Komponenten (Sensoren, Prozessoren, Software, …) und verbindenden Komponenten (Ports, Antennen, …) zusammen und können dem IoT-Bereich zugeordnet werden. Software bildet bei der Generierung des Nutzens des SCPs einen wesentlichen Teil. Hier sind geeigneten Softwarearchitekturen erforderlich, um die Anforderungen der Integration verschiedenster Komponenten zu ermöglichen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, mögliche Architekturansätze zu identifizieren und zu bewerten. Dabei kann dann bspw. ein erstes Konzept für eine geeignete Softwarearchitektur abgeleitet werden.

    Literatur

    • Porter ME, Heppelmann JE (2014) How Smart, Connected Products are Transforming Competition. Harvard Business Review 92(11):64–88
    • Porter ME, Heppelmann JE (2015) How Smart, Connected Products Are Transforming Companies. Harvard Business Review 93(10):96–114
    • Di Francesco P, Malavolta I, Lago P (2017) Research on Architecting Microservices. Trends, Focus, and Potential for Industrial Adoption. In: 2017 IEEE International Conference on Software Architecture (ICSA), S 21–30. doi:10.1109/ICSA.2017.24
    • Vogel O, Arnold I, Chughtai A, Ihler E, Kehrer T, Mehlig U, Zdun U (2009) Software-Architektur. Grundlagen -- Konzepte -- Praxis. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg
  • Durch neue Anforderungen, Produkte und Technologien verändert sich die Art und Weise wie Software entwickelt wird. Eine der grundlegendsten Entscheidungen dabei ist die Auswahl einer geeigneten Softwarearchitektur, da diese umfassende Auswirkungen auf die spätere Qualität der Anwendung hat (z.B. Wartbarkeit). Traditionelle Ansätze wie Schichtenarchitekturen kommen dabei ebenso zum Einsatz, wie neure Konzepte (z.B. Microservices).

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre es, verfügbare Architekturansätze, Paradigmen, Konzepte oder Muster zu identifizieren, um den aktuellen Stand der Forschung aufzuzeigen. Dabei kann bspw. auch eine Bewertung hinsichtlich zu definierender Kriterien vorgenommen werden.

    Literatur

    • Di Francesco P, Malavolta I, Lago P (2017) Research on Architecting Microservices. Trends, Focus, and Potential for Industrial Adoption. In: 2017 IEEE International Conference on Software Architecture (ICSA), S 21–30. doi:10.1109/ICSA.2017.24
    • Vogel O, Arnold I, Chughtai A, Ihler E, Kehrer T, Mehlig U, Zdun U (2009) Software-Architektur. Grundlagen -- Konzepte -- Praxis. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg
  • Die Eignung von agilen Methoden um besser auf Kundenbedürfnisse und Anforderungen einzugehen ist inzwischen im (Software-)Projektmanagement häufig vertreten. Durch die Möglichkeit flexibel im Projektverlauf auf Änderungen reagieren zu können, entsprechen die erstellen Ergebnisse häufig besser dem Gewünschten. Allerdings steht diese Agilität im Widerspruch zu einer klassischen Projektplanung, bei der der Umfang und Preis vorab festgelegt wird. Hier ist der agile Festpreis ein Lösungskonzept.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit ist die Bewertung des Konzeptes des agilen Festpreis bezogen auf vorliegenden Alternativen, um zu ermitteln in welchen Kontexten dieses Verfahren Berücksichtigung finden sollte.

    Literatur

    • Opelt A, Gloger B, Pfarl W, Mittermayr R (2014) Der agile Festpreis. Leitfaden für wirklich erfolgreiche IT-Projekt-Verträge. 2. Aufl. Hanser, München

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-2

Themenkomplex: Betriebliche Informationssysteme im digitalen Wandel

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Eine computerbasierte Unterstützung von Unternehmen durch betriebliche Informationssysteme ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Seit mehr als zwanzig Jahren nutzen betriebliche Informationssystem hierfür relationale Datenbanksysteme. Durch die in den letzten Jahren gesunkenen Hardwarekosten und die damit verbundene Möglichkeit, Hauptspeicher flächendeckend kommerziell als Speichermedium einzusetzen, entwickelte sich innerhalb der letzten fünf bis sieben Jahre ein Trend in Richtung In-Memory-Datenbank für betriebliche Informationssysteme.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre die Betrachtung In-Memory-basierter Systeme und die damit verbundene Darstellung deren Mehrwerts im Vergleich zu klassischen betrieblichen Informationssystemen.

    Literatur

    • Loos P, Lechtenbörger J, Vossen G, Zeier A, Krüger J, Müller J, Lehner W, Kossmann D, Fabian B, Günther O, Winter R (2011) In-Memory-Datenmanagement in betrieblichen Anwendungssystemen. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 53(6):383–390. doi.org/10.1007/s11576-011-0296-9. doi:10.1007/s11576-011-0296-9
    • Plattner H (2013) Lehrbuch In-Memory Data Management. Grundlagen der In-Memory-Technologie. Springer Gabler, Wiesbaden
    • Plattner H, Leukert B (2015) The In-Memory revolution. How SAP HANA enables business of the future. Springer, Cham [u.a.]
    • Wessel P, Köffer S, Becker JA (2013) Auswirkungen von In-Memory-Datenmanagement auf Geschäftsprozesse im Business Intelligence. In: Wirtschaftsinformatik Proceedings 2013. 111. aisel.aisnet.org/wi2013/111
  • Mit der immer weiter steigenden Datenmenge, welche sowohl von Menschen aber auch im Zuge der Digitalisierung immer mehr von Maschinen produziert werden, ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten. Alleine bis 2020 wird sich die globale, jährliche Datenmenge mehr als verzehnfachen und auf über 44 Billionen Gigabyte anwachsen.

    Hierbei ist allerdings zu beachten, dass das reine Anhäufen von Daten keinen Mehrwert schafft, sondern es notwendig ist, diese zu verstehen. In diesem Kontext wäre ein mögliches Ziel der Arbeit die Differenzierung von Smart- und Big-Data und im weiteren die Konzeption eines Transformationsprozesses von Big-Data zu Smart-Data.

    Literatur

    • Bloching B, Luck L, Ramge T (2015) Smart Data. Daten-Strategien, die Kunden wirklich wollen und Unternehmen wirklich nützen. 1. Aufl. Redline-Verl., München
    • George JA (2010) Smart data. Enterprise performance optimization strategy. John Wiley & Sons, Hoboken, N.J.
    • Iafrate F (2015) From big data to smart data. John Wiley and Sons, Inc, London
    • Wierse A (2017) Smart Data Analytics. Mit Hilfe von Big Data Zusammenhänge erkennen und Potentiale nutzen. De Gruyter Oldenbourg, München, Wien
  • Laut einer Studie der International Data Corporation wird sich die Menge an jährlich anfallenden Daten bis zum Jahr 2020 mehr als verzehnfachen und global auf 44 Billionen Gigabyte anwachsen. Als auschlaggebenden Grund sehen die Experten hierfür den steigenden Einsatz von Sensoren sowohl im privaten als auch im industriellen Kontext. Hierdurch ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten im Besonderen im Bereich der Risikoabschätzung und Verhaltensvorhersage im Kundensektor auf Basis prädiktiver Analysen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre die Betrachtung von Methoden und Konzepten des Themenfeldes Predictive Analytics und die Darstellung des Mehrwerts, welcher sich für Unternehmen durch den Einsatz solcher Methoden ergibt.

    Literatur

    • Abbott D (2014) Applied predictive analytics. Principles and techniques for the professional data analyst. Wiley, Indianapolis, IN
    • Cordoba A (2014) Understanding the predictive analytics lifecycle. Wiley, Hoboken, New Jersey
    • Shmueli G, Koppius OR (2011) Predictive Analytics in Information Systems Research. MIS Quarterly 35(3):553–572. doi:10.2307/23042796
    • Siegel E (2016) Predictive analytics. The power to predict who will click, buy, lie, or die. Revised and Updated Edition. Wiley, Hoboken
  • Durch die digitale Transformation sind immer mehr Bereiche des beruflichen Alltags und Privatlebens geprägt von umfangreicher IT-Nutzung. Insbesondere durch stetige Veränderungen der genutzten IT steigen auch die Anforderungen an die Nutzer. Der daraus resultierende Technologiestress variiert aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren von Person zu Person, ist aber auch im betrieblichen Kontext vorhanden, bspw. durch die Idee der andauernden Erreichbarkeit oder der Komplexität der eingesetzten Systeme. Durch eine Reduktion des Technologiestresses wäre es mutmaßlich aber möglich, die Effizienz der Systemnutzung zu erhöhen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, einen Überblick zu schaffen über Kategorien von Technologiestress, die es im Unternehmenskontext gibt, deren Einflussfaktoren zu ermitteln und geeignete Empfehlungen gegen diesen Technologiestress aufzuzeigen und zu bewerten, insbesondere im Kontext von Veränderungsprozessen.

    Literatur

    • Adam MTP, Gimpel H, Maedche A, Riedl R (2016) Design Blueprint for Stress-Sensitive Adaptive Enterprise Systems. Business & Information Systems Engineering (Online First). doi:10.1007/s12599-016-0451-3
    • Tarafdar M, Tu Q, Ragu-Nathan B, Ragu-Nathan T (2007) The Impact of Technostress on Role Stress and Productivity. Journal of Management Information Systems 24(1):301–328. doi:10.2753/MIS0742-1222240109

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-3

Themenkomplex: Smart Connected Products und Smart Services

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Die Bedeutung von Dienstleistungen im Allgemeinen und deren Integration in physische Produkte hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Auch im Bereich der Forschung haben sich hierzu Zweige wie das Service Engineering oder die Service Science herausgebildet. Im Kontext der Wirtschaftsinformatik stehen insbesondere dienstleistungsorientierte Informationssysteme und IT-basierte Dienstleistungen als Betrachtungsgegenstände im Mittelpunkt.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre die Klassifizierung von Smart Services, aber auch die Einordnung bestehender Konzepte und Methoden aus den Themenfeld der Service Science und des Service Engineering im Kontext des Smart Service Engineerings

    Literatur

    • Allmendinger G, Lombreglia R (2005) Four strategies for the age of smart services. Harvard Business Review 83(10)
    • Barile S, Polese F (2010) Smart Service Systems and Viable Service Systems. Applying Systems Theory to Service Science. Service Science 2(1-2):21–40. doi:10.1287/serv.2.1_2.21 
    • Borgmeier A, Grohmann A, Gross S (2017) Smart services und Internet der Dinge. Geschäftsmodelle, Umsetzung und Best Practices : Industrie 4.0, Internet of Things (IoT), Machine-To-Machine, Big Data, Augmented Reality Technologie. Hanser, München
    • Bullinger H-J (Hrsg) (2006) Service engineering : Entwicklung und Gestaltung innovativer Dienstleistungen. Mit 24 Tabellen. 2., vollst. überarb. und erw. Aufl. Springer, Berlin [u.a.]
    • Thomas O, Nüttgens M, Fellmann M (Hrsg) (2017) Smart Service Engineering. Konzepte und Anwendungsszenarien für die digitale Transformation. Springer Fachmedien Wiesbaden; Imprint: Springer Gabler, Wiesbaden. doi:10.1007/978-3-658-16262-7
  • Die Bedeutung von Dienstleistungen im Allgemeinen und deren Integration in physische Produkte hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Im Kontext der Wirtschaftsinformatik stehen insbesondere dienstleistungsorientierte Informationssysteme und IT-basierte Dienstleistungen in Fokus der Aufmerksamkeit. Ein der größten Herausforderungen für Unternehmen ist hierbei die Entwicklung eines Vorgehens um zielgerichtet Smart Services zu entwickeln.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre die Betrachtung bestehender Vorgehensmodell im Bereich der Software- und Serviceentwicklung und deren Einordnung und Evaluation in den Kontext des Smart Service Engineerings.

    Literatur

    • Allmendinger G, Lombreglia R (2005) Four strategies for the age of smart services. Harvard Business Review 83(10)
    • Barile S, Polese F (2010) Smart Service Systems and Viable Service Systems. Applying Systems Theory to Service Science. Service Science 2(1-2):21–40. doi:10.1287/serv.2.1_2.21
    • Borgmeier A, Grohmann A, Gross S (2017) Smart services und Internet der Dinge. Geschäftsmodelle, Umsetzung und Best Practices : Industrie 4.0, Internet of Things (IoT), Machine-To-Machine, Big Data, Augmented Reality Technologie. Hanser, München
    • Bullinger H-J (Hrsg) (2006) Service engineering : Entwicklung und Gestaltung innovativer Dienstleistungen. Mit 24 Tabellen. 2., vollst. überarb. und erw. Aufl. Springer, Berlin [u.a.]
    • Thomas O, Nüttgens M, Fellmann M (Hrsg) (2017) Smart Service Engineering. Konzepte und Anwendungsszenarien für die digitale Transformation. Springer Fachmedien Wiesbaden; Imprint: Springer Gabler, Wiesbaden. doi:10.1007/978-3-658-16262-7
  • Smart Connected Products bieten Anwendern und Herstellern neue Funktionen und Möglichkeiten, stellen besonders die Hersteller aber auch vor neue Herausforderungen. Eine zentrale Herausforderung ist hierbei die Verschiebung der eigenen Marktposition, die damit verbundene Veränderung der Mitbewerbersituation und der auf Grund der neuen Möglichkeiten entstehende Innovationsdruck, auf den die Unternehmen in Form neuer und oft für sie unbekannter Geschäftsmodelle reagieren müssen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre die Betrachtung bestehender Konzepte und Frameworks im Bereich Geschäftsmodellentwicklung/-innovation (Business Modell Canvas, Business Model Navigator) und deren Einordnung und Evaluation in den Kontext der Smart Connected Products.

    Literatur

    • Borgmeier A, Grohmann A, Gross S (2017) Smart services und Internet der Dinge. Geschäftsmodelle, Umsetzung und Best Practices: Industrie 4.0, Internet of Things (IoT), Machine-To-Machine, Big Data, Augmented Reality Technologie. Hanser, München
    • Gassmann O, Frankenberger K, Csik M (2017) Geschäftsmodelle entwickeln. 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Hanser, München. doi:10.3139/9783446452848 
    • Osterwalder A, Pigneur Y (2011) Business-model-generation: ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer. [entwickelt in Zusammenarbeit mit 470 überwältigenden Profis aus 45 Ländern]. Business model generation &lt. Dt.&gt. Campus-Verl., Frankfurt am Main [u.a.]
    • Porter ME, Heppelmann JE (2014) How smart, connected products are transforming competition. Harvard Business Review 92(11)
    • Porter ME, Heppelmann JE (2015) How smart, connected products are transforming companies. Harvard Business Review 93(10)
    • Teece DJ (2010) Business Models, Business Strategy and Innovation. Long Range Planning 43(2):172–194. doi:10.1016/j.lrp.2009.07.003
  • Mobile Applikationen stellen heutzutage eine immer relevantere Art der Interaktion mit Informationssystemen dar. Auch im Kontext von Fitness und Gesundheit werden mobile Applikationen im persönlichen Kontext (mHealth) immer häufiger genutzt. Dabei kann es sich um Smartphone-Apps handeln, die mit Datenbanken Informationen bieten, oder Apps die anhand von eingegebenen Informationen Analysen und Empfehlungen bieten. Dabei kann diese Eingabe manuell erfolgen oder durch Sensoren automatisiert werden, wie es die sog. Wearables (bspw. Fitness-Tracker) ermöglichen. In diesem Kontext werden aber auch Unterschiede in der Akzeptanz unterschiedlicher Apps deutlich. So sind sowohl der Bedienkomfort, als auch der Funktionsumfang der Apps äußerst unterschiedlich, was schlussendlich auch in sehr unterschiedlichen Bewertungen der Apps resultiert.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre, bezogen auf die Domäne mHealth, Faktoren zu identifzieren und zu analysieren die eine hohe Qualität der App begünstigen und damit die Akzeptanz der App steigern. Hierfür müssten unterschiedliche Merkmale abgeleitet werden, die die Qualität der App bestimmen und darauf aufbauend Faktoren identifiziert werden, die diese Merkmale beeinflussen.

    Literatur

    • Altenhoff B, Vaigneur H, Caine K (2015) One Step Forward, Two Steps Back: The Key to Wearables in the Field is the App. In: Arnrich B, Ersoy C, Dey A, Kunze K, Berthouze N (Hrsg) 9th International Conference on Pervasive Computing Technologies for Healthcare. 2015-05-20 - 2015-05-23. doi:10.4108/icst.pervasivehealth.2015.259049
    • Karahanoğlu A, Erbuğ Ç (2011) Perceived qualities of smart wearables: determinants of user acceptance. In: Deserti A, Zurlo F, Rizzo F (Hrsg) Proceedings of the 2011 Conference on Designing Pleasurable Products and Interfaces (DPPI '11), S 1. doi:10.1145/2347504.2347533
  • Durch die Digitale Transformation befinden sich Unternehmen in einem Umfeld, dass viele neue Herausforderungen und Anforderungen umfasst. Die Berücksichtigung bzw. der Umgang mit diesen ist für den Fortbestand der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheidend. Servicesysteme bieten dabei eine Möglichkeit, um neuartige Geschäftsmodelle zu unterstützen oder vorhandene Geschäftsmodelle an die neuen Anforderungen anzupassen. Servicesysteme setzten den Fokus dabei auf die gemeinsame Wertschöpfung zwischen verschiedenen Akteuren (co-creation of value) und integrieren sowohl soziale, als auch technische Entitäten. Der Wert entsteht dabei durch den oftmals kombinierten Einsatz von Dienstleistungen und/oder Produkten. Der Entwurf derartige Servicesysteme ist auf Grund des Umfelds und der Komplexität nicht trivial und bedarf einer methodischen Unterstützung. Hierfür bietet sich unter anderem das Service Systems Engineering an, das auf den ingenieurmäßigen Entwurf, die Entwicklung und die Einführung von Servicesystemen fokussiert. Einen wesentlichen Bestandteil bilden dabei entsprechende Vorgehensmodelle, die den Entwurfsprozess in planbare Schritte teilen und so die Machbarkeit unterstützen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Vorgehensmodelle für den Entwurf derartige Servicesysteme existieren.

    Literatur

    • Böhmann T, Leimeister JM, Möslein K (2014) Service Systems Engineering. Business & Information Systems Engineering 6(2):73–79. doi:10.1007/s12599-014-0314-8

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-4

Themenkomplex: Herausforderungen der Wirtschaftsinformatik im Studium

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Die Wirtschaftsinformatik ist eine recht junge Disziplin, in der immer wieder über die Relevanz bestimmter Forschungsmethoden diskutiert wird. Insbesondere im Kontext der Übernahme von Methoden anderer Disziplinen im Gegensatz zur Entwicklung eigener Methoden und durch die Möglichkeit von konstruktionsorientierter vs. verhaltenswissenschaftlicher Forschung gerade auch im Hinblick auf die Schwesterdisziplin Information Systems Research sind die Relevanz ausgewählter Forschungsmethoden ein Thema.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre nachdem ein Überblick über konkrete Forschungsmethoden gegeben wird eine Bewertung dieser Methoden nach ihrer Nutzung innerhalb des Fachgebietes auf der einen Seite, sowie nach ihrem zeitlichen Aufwand und der benötigten Vorerfahrung auf der anderen Seite vorzunehmen, um schlussendlich ein Auswahlraster an Forschungsmethoden vorzustellen, dass Studierende für ihre erste wissenschaftliche Arbeit einsetzen können.

    Literatur

    • Frank U (2007) Ein Vorschlag zur Konfiguration von Forschungsmethoden in der Wirtschaftsinformatik. In: Lehner F, Zelewski S (Hrsg) Wissenschaftstheoretische Fundierung und wissenschaftliche Orientierung der Wirtschaftsinformatik. Gito, Berlin, S 156–185
    • March ST, Storey VC (2008) Design Sciene in the Information Systems Discipline. MIS Quarterly 32(4):725–730
    • Oates BJ (2006) Researching information systems and computing. Sage Publications, London, Thousand Oaks, Calif
    • Peffers K, Tuunanen T, Rothenberger MA, Chatterjee S (2007) A Design Science Research Methodology for Information Systems Research. Journal of Management Information Systems 24(3):45–77. doi:10.2753/MIS0742-1222240302
    • Schauer C (2011) Die Wirtschaftsinformatik im internationalen Wettbewerb. Vergleich der Forschung im deutschsprachigen und nordamerikanischen Raum. Gabler
    • Schreiner M, Hess T, Benlian A (2015) Gestaltungsorientierter Kern oder Tendenz zur Empirie? Zur neueren methodischen Entwicklung der Wirtschaftsinformatik
    • Wilde T, Hess T (2006) Methodenspektrum der Wirtschaftsinformatik: Überblick und Portfoliobildung. www.wim.bwl.uni-muenchen.de/download/epub/ab_2006_02.pdf (Abruf am 2012-12-14)
    • Wilde T, Hess T (2007) Forschungsmethoden der Wirtschaftsinformatik. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 49(4):280–287. doi:10.1007/s11576-007-0064-z
    • Zelewski S (2009) Was ist eigentlich Grundlagenforschung in der Wirtschaftsinformatik? WIRTSCHAFTSINFORMATIK 51(2):227–230. doi:10.1007/s11576-008-0130-1

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

Themen für Master-Studierende

(Sprache: deutsch/englisch) MA-SOFTEC-1

Themenkomplex: Software- und Systems-Engineering

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Im Rahmen des obligatorischen Studienprojekts im Bachelor oder Master ist es möglich ein Softwareentwicklungsprojekt durchzuführen. Ziel ist dabei der Rückgriff auf die erlernten theoretischen Inhalte (Methoden, Vorgehensmodelle, Technologien, …), um diese praktisch anzuwenden. Die Auswahl geeigneter Methoden ist dabei nicht unmittelbar möglich, da Studienprojekte sehr spezifische Eigenschaften (begrenzte Zeit, …) aufweisen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre die Identifikation und Bewertung verschiedener Methoden, Vorgehensmodelle, Technologien etc. die im Rahmen von Programmierprojekten im universitären Kontext zum Einsatz komme. Die Identifikation und Bewertung der betrachteten Konzepte sollte dabei im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen in Studienprojekten erfolgen. Ein mögliches Ergebnis kann eine Art „Werkzeugkasten“ für programmierorientierte Studienprojekte darstellen. Der Fokus kann dabei auf einen spezifischen Bereich gelegt werden.

    Literatur

    • Sommerville I (2012) Software Engineering. 9. Aufl. Pearson, München
  • Smart, Connected Products (SCPs) wie bspw. Wearables setzten sich aus materiellen Komponenten (mechanische und elektronische Bestandteile), smarten Komponenten (Sensoren, Prozessoren, Software, …) und verbindenden Komponenten (Ports, Antennen, …) zusammen und können dem IoT-Bereich zugeordnet werden. Software bildet bei der Generierung des Nutzens des SCPs einen wesentlichen Teil. Hier sind geeigneten Softwarearchitekturen erforderlich, um die Anforderungen der Integration verschiedenster Komponenten zu ermöglichen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, mögliche Architekturansätze zu identifizieren und zu bewerten. Dabei kann dann bspw. ein erstes Konzept für eine geeignete Softwarearchitektur abgeleitet werden.

    Literatur

    • Porter ME, Heppelmann JE (2014) How Smart, Connected Products are Transforming Competition. Harvard Business Review 92(11):64–88
    • Porter ME, Heppelmann JE (2015) How Smart, Connected Products Are Transforming Companies. Harvard Business Review 93(10):96–114
    • Di Francesco P, Malavolta I, Lago P (2017) Research on Architecting Microservices. Trends, Focus, and Potential for Industrial Adoption. In: 2017 IEEE International Conference on Software Architecture (ICSA), S 21–30. doi:10.1109/ICSA.2017.24
    • Vogel O, Arnold I, Chughtai A, Ihler E, Kehrer T, Mehlig U, Zdun U (2009) Software-Architektur. Grundlagen -- Konzepte -- Praxis. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg
  • Durch die Digitale Transformation befinden sich Unternehmen in einem Umfeld, dass viele neue Herausforderungen und Anforderungen umfasst. Die Berücksichtigung bzw. der Umgang mit diesen ist für den Fortbestand der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheidend. Servicesysteme bieten dabei eine Möglichkeit, um neuartige Geschäftsmodelle zu unterstützen oder vorhandene Geschäftsmodelle an die neuen Anforderungen anzupassen. Servicesysteme setzten den Fokus dabei auf die gemeinsame Wertschöpfung zwischen verschiedenen Akteuren (co-creation of value) und integrieren sowohl soziale, als auch technische Entitäten. Der Wert entsteht dabei durch den oftmals kombinierten Einsatz von Dienstleistungen und/oder Produkten. Der Entwurf derartige Servicesysteme ist auf Grund des Umfelds und der Komplexität nicht trivial und bedarf einer methodischen Unterstützung. Hierfür bietet sich unter anderem das Service Systems Engineering an, das auf den ingenieurmäßigen Entwurf, die Entwicklung und die Einführung von Servicesystemen fokussiert. Einen wesentlichen Bestandteil bilden dabei entsprechende Vorgehensmodelle, die den Entwurfsprozess in planbare Schritte teilen und so die Machbarkeit unterstützen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Vorgehensmodelle für den Entwurf derartige Servicesysteme existieren.

    Literatur

    • Böhmann T, Leimeister JM, Möslein K (2014) Service Systems Engineering. Business & Information Systems Engineering 6(2):73–79. doi:10.1007/s12599-014-0314-8
  • Es existieren viele verschiedene Ansätze für die Gestaltung von Software-Interfaces. Einer dieser Ansätze ist der der Patterns, bei dem vorgefertigte, konfigurierbare Lösungsbausteine für wiederkehrende Probleme beschrieben werden. So können erprobte Lösungen direkt beim ersten Entwurf genutzt werden. Diese Lösungen werden in unterschiedlichen Pattern-Katalogen und –Sprachen für unterschiedliche Einsatzzwecke beschrieben. Dabei unterscheiden sich diese Kataloge nach Typ der Applikation (bspw. Web-Interface, mobile App) oder nach Domäne (bspw. E-Commerce). Die Anzahl dieser Kataloge und Sprachen ist immens, selbst man Sie auf UI-Patterns beschränkt.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre eine Übersicht über vorhandene Kataloge und eine darauffolgende Bewertung der Qualität der Kataloge. Dabei sollte nicht nur der einzelne Katalog spezifisch bewertet werden, sondern auch das grundsätzliche Konzept der Pattern-Kataloge kritisch hinterfragt werden.

    Literatur

    • Kruschitz C, Hitz M (2009) The Anatomy of HCI Design Patterns. In: Proceedings of the 2009 Computation World: Future Computing, Service Computation, Cognitive, Adaptive, Content, Patterns, S 202–207. doi:10.1109/ComputationWorld.2009.45 
    • Tidwell J (2011) Designing interfaces. 2. Aufl. O'Reilly, Sebastopol, CA
    • Winter R, vom Brocke J, Fettke P, Loos P, Junginger S, Moser C, Keller W, Matthes F, Ernst A (2009) Patterns in der Wirtschaftsinformatik. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 51(6):535–542. doi:10.1007/s11576-009-0195-5 
  • Im Rahmen der Entwicklung von mobilen Applikationen gibt es die Notwendigkeit eine möglichst hohe Qualität zu verfolgen, um eine App zu entwickeln, wie der Kunde Sie wünscht. Während es auf der einen Seite eine produktbezogene Qualität gibt, die sich auf die konkrete App beziehen, gibt es noch die prozessbezogene Qualität, die sich auf den Entwicklungsprozess selbst bezieht.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre, zu analysieren welche Merkmale eine hohe Qualität von Apps begünstigen. Hierfür müssten unterschiedliche Merkmale abgeleitet werden, die die Qualität der App bestimmen und darauf aufbauend Faktoren identifiziert werden, die diese Merkmale beeinflussen.

    Literatur

    • Lee G, Raghu TS (2014) Determinants of Mobile Apps' Success - Evidence from the App Store Market. Journal of Management Information Systems 31(2):133–170. doi:10.2753/MIS0742-1222310206