Themen für Bachelor-Studierende

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-BA-1, Betreuung: Barbara Schiller, M. Sc.

Themenkomplex: Smarte Produkte und Services

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung sowie der technologischen Neu- und Weiterentwicklungen leistungsfähigerer und kostengünstigerer miniaturisierte Hardware sind smarte Produkte mittlerweile in nahezu allen Domänen, von der Heimautomatisierung (Smart Home, Ambient Intelligence), über den Energiesektor (Smart Energy, Smart Grid), den Agrarsektor (Smart Agriculture) bis hin zum Gesundheitsbereich (Smart Health, Ambient Assisted Living) zu finden. 

Dabei werden physische Produktlösungen um vernetzte Hard- und Softwarekomponenten (Sensoren, Aktoren, mobile Applikationen, künstliche Intelligenz) erweitert und ermöglichen es so den Unternehmen kontextsensitive Daten zu erfassen, auszuwerten und zielgerichtet zu nutzen. 

Dadurch bieten sie dem Nutzer sowohl einen physischen, als auch digitalen Service, der durch die Kombination mit anderen smarten Produkten und digitalen Angeboten durch die Anbieterseite im Rahmen eines Ökosystems beliebig erweitert werden kann. Zentraler Aspekte ist hierbei die Kooperation zwischen Unternehmen und Kunden basierend auf dem Fähigkeitsspektrum der smarten Produkte, um auf innovativem Wege miteinander zu interagieren und Mehrwerte für beide Seiten zu schaffen. Hierdurch haben smarte bzw. digitalisierten Produkte nicht nur direkten Einfluss auf den Wertschöpfungsprozess an sich, sondern beeinflussen den Wettbewerb selbst.

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Die fortschreitende Digitalisierung führt zu einer Verbreitung smarter Produkte in vielen verschiedenen Bereichen des Alltags, genauso wie im Unternehmenskontext. Im Zuge dessen stellt sich die Frage, inwieweit smarte Produkte bzw. das Internet der Dinge zur aktuellen Problematik des Klimaschutzes, sowie generell ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit beitragen können (Stichwort Green IT, Green IS, Sustainable IS) oder sogar kontraproduktiv sind und damit eher als z. B. klimaschädlich eingestuft werden müssten.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit ist es daher, auf Basis einer Literaturrecherche eine Bestandsaufnahme der aktuellen Forschung zu Green IT im Kontext von smarten Produkten / Internet of Things durchzuführen und so den Status Quo darzustellen. Als ergänzende Kategorisierung der Ergebnisse könnte z. B. eine SWOT-Analyse durchgeführt werden.

    Literatur

    • Dedrick J (2010) Green IS: Concepts and Issues for Information Systems Research. Communications of the Association for Information Systems 27. doi:10.17705/1CAIS.02711
    • Lokuge S, Sedera D, Cooper V, Burstein F (2021) Digital Transformation: Environmental Friend or Foe? Panel Discussion at the Australasian Conference on Information Systems 2019. Communications of the Association for Information Systems 48(1):616–634. doi:10.17705/1CAIS.04846  
    • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217.
    • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.
    • Yu Y, Zhang X, Zhang X, Yue WT (2021) Is smart the new green? The impact of consumer environmental awareness and data network effect. Information Technology & People ahead-of-print(ahead-of-print). doi:10.1108/ITP-10-2020-0680 
  • Viele Unternehmen setzen heutzutage auf ein digitales Plattformgeschäftsmodell um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, teilweise mit dem Ziel langfristig ein ganzes digitales Ökosystem aufzubauen und anbieten zu können. Der Aufbau und das Management solcher Ökosysteme ist jedoch mit zahlreichen Herausforderungen und Fragestellungen verbunden, die es gilt vorab zu klären.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, basierend auf einer Literaturrecherche einen Überblick über die Einflussfaktoren und dabei entstehenden Herausforderungen für die Entwicklung von digitalen Ökosystemen zu schaffen.

    Literatur

    • Asadullah A, Faik I, Kankanhalli A (2018) Digital Platforms: A Review and Future Directions. In: PACIS 2018 Proceedings.
    • Guggenberger TM, Möller F, Haarhaus T, Gür I, Otto B (2020) Ecosystem Types in Information Systems. In: ECIS 2020 Research Papers
    • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217.
    • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.
    • Viele Unternehmen setzen heutzutage auf ein digitales Plattformgeschäftsmodell um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, teilweise mit dem Ziel langfristig ein ganzes digitales Ökosystem aufzubauen und anbieten zu können. Damit die Plattformen und Ökosysteme sich etablieren und erfolgreich sein können, müssen die Nutzer für eine gemeinsame Werterzeugung aktiviert werden.
    • Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, basierend auf einer Literaturrecherche einen kategorisierenden und vergleichenden Überblick über Methoden der Benutzeraktivierung für die Co-Creation im Rahmen von digitalen Plattformen und Ökosystemen zu schaffen.

    Literatur

    • Asadullah A, Faik I, Kankanhalli A (2018) Digital Platforms: A Review and Future Directions. In: PACIS 2018 Proceedings.
    • Negi BS, Brohman MK (2015) Co-creation of value in digital ecosystems: A conceptual framework. In: Proceedings of the 21st Americas Conference on Information Systems (AMCIS 2015). aisel.aisnet.org/amcis2015/EndUser/GeneralPresentations/14/
    • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217.
    • Briel F von, Davidsson P (2019) Digital Platforms and Network Effects: Using Digital Nudges for Growth Hacking. In: ICIS 2019 Proceedings. 15.-18.12.2019. aisel.aisnet.org/icis2019/innov_entre/innov_entre/8
    • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.
  • Im Rahmen der Service Science werden Service Systeme als dynamische werterzeugende Konfigurationen von Ressourcen verstanden, wobei die Werterzeugung auf einem festgelegten Wertversprechen basiert und durch Hersteller, wie Nutzer im Rahmen der Value Co-Creation erfolgt. Der Service stellt dabei keine Ergebniseinheit, sondern ein Prozess dar, der erst durch Nutzung/Einbettung in einen Anwendungskontext einen Wert erfährt.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre, die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Herausforderungen der Value Co-Creation auf individueller, Team-, Organisations- und gesellschaftlicher Ebene herauszuarbeiten und miteinander zu vergleichen, um so einen Überblick über die verschiedenen Co-Creation-Möglichkeiten zu schaffen.

    Literatur

    • Akaka MA, Vargo SL (2014) Technology as an operant resource in service (eco)systems. Information Systems and e-Business Management 12(3):367–384. doi:10.1007/s10257-013-0220-5 
    • Böhmann T, Leimeister JM, Möslein K (2014) Service-Systems-Engineering. Ein zukünftiges Forschungsgebiet der Wirtschaftsinformatik. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 56(2):83–90. doi:10.1007/s11576-014-0406-6 
    • Vargo SL, Maglio PP, Akaka MA (2008) On value and value co-creation. A service systems and service logic perspective. European Management Journal 26(3):145–152. doi:10.1016/j.emj.2008.04.003 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-BA-2, Betreuung: Barbara Schiller, M. Sc.Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Digitalisierung in konkreten Domänen

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Wie viele andere Schlüsselindustrien wandelt sich die Mobilitätsindustrie aufgrund aktueller Anforderungen und Entwicklungen insbesondere der Informations- und Kommunikationstechnologien zunehmend hin zu einer nachhaltigen, selbstbestimmten und intelligenten Smart Mobility. Dabei wird der Anwendungsbereich Smart Mobility auch zunehmend als Teilbereich der übergeordneten Smart City verstanden und kann sich dabei auf verschiedene Unterbereiche, wie z. B. dem Bereich der Verkehrsangebote in Städten oder den Bereich Fracht und Logistik fokussieren.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit ist es, mittels einer Literaturanalyse die Vorteile, kritischen Erfolgsfaktoren und Herausforderungen des Bereichs Smart Mobility (oder ggf. eines Unterbereichs davon) herauszuarbeiten und im Rahmen einer kritischen Diskussion zusammenzuführen und gegenüberzustellen.

    Literatur

    • Bekiaris E, Panou M, Gaitanidou E, Mourouzis A, Ringbauer B (2009) Intelligent Mobility and Transportation for All. In: Stephanidis C (Hrsg) The Universal Access Handbook. CRC Press, Boca Raton, 49-1–49-29
    • Borgia E (2014) The Internet of Things vision: Key features, applications and open issues. Computer Communications 54:1–31. doi:10.1016/j.comcom.2014.09.008 
    • Francini M, Chieffallo L, Palermo A, Viapiana MF (2021) Systematic Literature Review on Smart Mobility: A Framework for Future “Quantitative” Developments. Journal of Planning Literature 36(2):283–296
    • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217.
    • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.
  • Die fortschreitende Digitalisierung führt zu einer immer höheren Durchdringung von Privathaushalten mit smarten Produkten. Die Smart Home Systeme steuern dabei beispielsweise Licht, Heizung oder Rollos. Während historisch zunächst einfache Sensorik wie Bewegungsmelder als Schnittstelle genutzt wurden, sind daneben inzwischen Smartphone Applikationen oder Sprachassistenten Teil der Steuerung. Jedoch ist die geeignetste Schnittstelle für ein Informationssystem immer abhängig von Kontextfaktoren.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit ist die Analyse und Bewertung von möglichen Schnittstellen zur Steuerung eines Smart Homes anhand von unterschiedlichen zu entwickelnden Szenarien. Diese Szenarien sollen nach Benutzer und Aktoren variieren.

    Literatur

    • Kühnel C, Westermann T, Hemmert F, Kratz S, Müller A, Möller S (2011) I'm home: Defining and evaluating a gesture set for smart-home control. International Journal of Human-Computer Studies 69(11):693–704. doi:10.1016/j.ijhcs.2011.04.005 
    • Ospan B, Khan N, Augusto J, Quinde M, Nurgaliyev K (15.08.18 - 17.08.18) Context Aware Virtual Assistant with Case-Based Conflict Resolution in Multi-User Smart Home Environment. In: 2018 International Conference on Computing and Network Communications (CoCoNet). 15.08.18 - 17.08.18, S 36–44. doi:10.1109/CoCoNet.2018.8476898 
    • Portet F, Vacher M, Golanski C, Roux C, Meillon B (2013) Design and evaluation of a smart home voice interface for the elderly: acceptability and objection aspects. Personal and Ubiquitous Computing 17(1):127–144. doi:10.1007/s00779-011-0470-5 
    • Risteska Stojkoska BL, Trivodaliev KV (2017) A review of Internet of Things for smart home: Challenges and solutions. Journal of Cleaner Production 140:1454–1464. doi:10.1016/j.jclepro.2016.10.006
  • Durch die zunehmende Weiterenwicklung von Augmented Reality sind AR-Lösungen nicht mehr nur kabelgebunden und mit schweren Helmen möglich, sondern finden sich in prototypischen AR-Brillen oder für viele Kunden noch einfacher zugänglich in speziellen Apps die die Kamerafunktion der vorhandenen Smartphones nutzen. Auch im stationären Einzelhandel hat AR das Potenzial zu einem Umsatzwachstum durch zusätzliche Digitalisierung zu führen.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit ist die Analyse von vorhanden Konzepten zur Nutzung von AR im Einzelhandel. Dabei sollen sowohl die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten kategorisiert werden als auch ein Bewertungsverfahren für die Eignung vorgeschlagener Lösungen erstellt werden.

    Literatur

    • Cruz E, Orts-Escolano S, Gomez-Donoso F, Rizo C, Rangel JC, Mora H, Cazorla M (2019) An augmented reality application for improving shopping experience in large retail stores. Virtual Reality 23(3):281–291. doi:10.1007/s10055-018-0338-3 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-BA-3, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Diskriminierungsfreie IT

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Sowohl im betrieblichen wie im privaten Kontext sind IT-Systeme allgegenwärtig. Nichtsdestotrotz hat die Gestaltung von IT-Systemen Einfluss darauf wie Stakeholder, die von der Systemnutzung betroffen sind. Teils geht es soweit, dass es sich um Diskriminierung handelt. 

    Insbesondere bzgl. Sexismus und Rassismus werden immer wieder Systeme gefunden, die aufgrund ihrer Konzeption oder Nutzung Menschen benachteiligen, seien es Predictive-Policing-Systeme die in der Vergangenheit Afroamerikaner vermehrt zu Unrecht beschuldigten, Algorithmen für virtuelle Hintergründe bei Videokonferenzen die nur bei Personen mit weißer Hautfarbe funktionieren oder Algorithmen für das automatisierte Verwalten von Videokonferenzen mit mehreren gleichzeitig sprechenden Teilnehmern, die überdurchschnittlich häufig Frauen stummschalten.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre die Identifikation und Kategorisierung von Diskriminierungsszenarien und die Analyse der möglichen Folgen durch diese Form der Diskriminierung für Nutzer, Anbieter und Betroffene solcher IT-Lösungen.

    Literatur

    • Feine J, Gnewuch U, Morana S, Maedche A (2020) Gender Bias in Chatbot Design. In: Følstad A, Araujo T, Papadopoulos S, Law EL-C, et al. (Hrsg) Chatbot Research and Design. Springer International Publishing, Cham, S 79–93. doi:10.1007/978-3-030-39540-7_6 
    • Hong J-W, Williams D (2019) Racism, responsibility and autonomy in HCI: Testing perceptions of an AI agent. Computers in Human Behavior 100:79–84. doi:10.1016/j.chb.2019.06.012 
  • Sowohl im betrieblichen wie im privaten Kontext sind IT-Systeme allgegenwärtig. Nichtsdestotrotz hat die Gestaltung von IT-Systemen Einfluss darauf wie Stakeholder, die von der Systemnutzung betroffen sind. Teils geht es soweit, dass es sich um Diskriminierung handelt.

    Ein Beispiel wäre Diskriminierung im Rahmen einer Personendatenbank bei der die Felder „Geschlecht“ oder „Anrede“ nur zwei Ausprägungsmöglichkeiten haben und damit keine Möglichkeit bieten, eine nichtbinäre Geschlechtsidentität abzubilden. Dabei wird dieses Problem auch dadurch vergrößert, dass solche Daten häufig nur pauschalisiert erhoben werden ohne dass es im Kontext des IT-Systems eine konkrete Anforderung dazu gibt.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre sowohl die Identifikation von Gestaltungsempfehlungen oder Methoden, die geeignet sind bisher nicht beachtete Probleme zu identifizieren, als auch die Identifikation solcher, die konkret erkannten Problemen entgegenwirken.

    Literatur

    • Feine J, Gnewuch U, Morana S, Maedche A (2020) Gender Bias in Chatbot Design. In: Følstad A, Araujo T, Papadopoulos S, Law EL-C, et al. (Hrsg) Chatbot Research and Design. Springer International Publishing, Cham, S 79–93. doi:10.1007/978-3-030-39540-7_6 
    • Buchmüller S, Joost G, Bessing N, Stein S (2011) Bridging the gender and generation gap by ICT applying a participatory design process. Personal and Ubiquitous Computing 15(7):743–758. doi:10.1007/s00779-011-0388-y 
  • Die Gestaltung von mobilen Applikationen wird heutzutage durch Frameworks unterstützt. Für die vorherrschenden Plattformen Android und iOS bieten dabei die Hersteller selbst Entwicklungsumgebungen und -frameworks an, um Applikationen zu erstellen. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Frameworks, die die plattformunabhängige Entwicklung erlauben: Mit einer Konzeption soll die App sowohl für Android wie iOS generiert werden können.

    Während die Entwicklung dieser Apps hinreichend unterstützt wird, wird bei der Konzeption häufig nicht auf Benutzergruppen fokussiert, die visuelle Einschränkungen haben. Dabei dürfte aber gleichwohl naheliegend sein, dass es viele Potenziale in der Smartphone- und App-Benutzung gibt, auch für Menschen mit visuellen Einschränkungen, insb. auch mit stark eingeschränkter Sehfähigkeit oder Blindheit.

    Ein Ziel dieser Arbeit könnte sein zu identifizieren, wie die Anforderungen an eine möglichst barrierefreie mobile Applikation sind, etwa in Bezug auf Funktionalität, Inhalt und Darstellung. Darauf aufbauend könnte analysiert werden wie diese Anforderungen durch die bestehenden Frameworks unterstützt werden, wie Applikationen dynamisch auf die Anforderungen eines Benutzers, die beispielsweise im Betriebsystem konfiguriert sind, reagieren können oder welche Methodiken es gibt um die Anforderungen zu ermitteln.

    Literatur

    • Krainz E, Miesenberger K, Feiner J (2018) Can We Improve App Accessibility with Advanced Development Methods? In: Miesenberger K, Kouroupetroglou G (Hrsg) Computers Helping People with Special Needs. Springer International Publishing, Cham, S 64–70. doi:10.1007/978-3-319-94277-3_12 
    • Moon H, Cheon J, Lee J, Banda DR, Griffin-Shirley N, Ajuwon PM (2020) Factors influencing the intention of persons with visual impairment to adopt mobile applications based on the UTAUT model. Universal Access in the Information Society. doi:10.1007/s10209-020-00757-0 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-BA-4, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Gestaltung von IT-Systemen

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Durch die Digitalisierung sind immer mehr Bereiche des beruflichen Alltags und Privatlebens geprägt von umfangreicher IT-Nutzung. Insbesondere durch stetige Veränderungen der genutzten IT steigen auch die Anforderungen an die Nutzer. Der daraus resultierende Technologiestress variiert aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren von Person zu Person, ist aber auch im betrieblichen Kontext vorhanden, bspw. durch die Idee der andauernden Erreichbarkeit oder der Komplexität der eingesetzten Systeme. Durch eine Reduktion des Technologiestresses wäre es mutmaßlich aber möglich, die Effizienz der Systemnutzung zu erhöhen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, einen Überblick zu schaffen über Kategorien von Technologiestress, die es im Unternehmenskontext gibt, deren Einflussfaktoren zu ermitteln und geeignete Empfehlungen gegen diesen Technologiestress aufzuzeigen und zu bewerten, insbesondere im Kontext von Veränderungsprozessen.

    Literatur

    • Adam MTP, Gimpel H, Maedche A, Riedl R (2016) Design Blueprint for Stress-Sensitive Adaptive Enterprise Systems. Business & Information Systems Engineering (Online First). doi:10.1007/s12599-016-0451-3 
    • Tarafdar M, Tu Q, Ragu-Nathan B, Ragu-Nathan T (2007) The Impact of Technostress on Role Stress and Productivity. Journal of Management Information Systems 24(1):301–328. doi:10.2753/MIS0742-1222240109
    • Benzari A, Khedhaouria A, Torrès O (2020) The Rise of Technostress: A Literature Review from 1984 until. In: ECIS 2020 Proceedings: Liberty, Equality, and Fraternity in a Digitizing World. 2020-06-15 - 2020-16-17. aisel.aisnet.org/ecis2020_rp/140
    • Pflügner K, Mattke J, Maier C (2019) Who is Stressed by Using ICTs? A Qualitative Comparison Analysis with the Big Five Personality Traits to Understand Technostress. In: Ludwig T, Pipek V (Hrsg) WI2019 Proceedings: Human Practice. Digital Ecologies. Our Future. 2019-02-23 - 2019-02-27, S 1175–1189. wi2019.de/wp-content/uploads/Tagungsband_WI2019_reduziert.pdf (Abruf am 2020-09-30)
  • Durch die fortschreitende Digitalisierung wird die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Informationssystemen weiter voranschreiten. Dadurch wird es auf der einen Seite notwendig das Systeme komfortabler, fehlerfreier und effizienter zu bedienen sind, um die anfallenden Aufgaben zielgerichtet zu unterstützen, auf der anderen Seite erwarten die Benutzer zunehmend ein höheres Maß an Gebrauchstauglichkeit, da Sie durch den privaten Kontext immer einfach nutzerbare Applikationen gewohnt sind. In diesem Kontext ist es notwendig Konzepte zur Erhöhung der Gebrauchstauglichkeit in die Softwareentwicklung aufzunehmen.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit ist es Vorgehensmodelle für das Usability Engineering im Kontext von agilen Softwareentwicklungsmethoden für verschiedene Applikationstypen zu identifizieren und zu bewerten.

    Literatur

    • Sohaib O, Khan K (2010) Integrating usability engineering and agile software development: A literature review. In: 2010 International Conference On Computer Design and Applications. 25.06.10 - 27.06.10, V2-32-V2-38. doi:10.1109/ICCDA.2010.5540916 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-BA-5, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Forschung in der Wirtschaftsinformatik

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Die Wirtschaftsinformatik ist eine recht junge Disziplin, in der immer wieder über die Relevanz bestimmter Forschungsmethoden diskutiert wird. Insbesondere im Kontext der Übernahme von Methoden anderer Disziplinen im Gegensatz zur Entwicklung eigener Methoden und durch die Möglichkeit von konstruktionsorientierter vs. verhaltenswissenschaftlicher Forschung gerade auch im Hinblick auf die Schwesterdisziplin Information Systems Research sind die Relevanz ausgewählter Forschungsmethoden ein Thema.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre nachdem ein Überblick über konkrete Forschungsmethoden gegeben wird eine Bewertung dieser Methoden nach ihrer Nutzung innerhalb des Fachgebietes auf der einen Seite, sowie nach ihrem zeitlichen Aufwand und der benötigten Vorerfahrung auf der anderen Seite vorzunehmen, um schlussendlich ein Auswahlraster an Forschungsmethoden vorzustellen, dass Studierende für ihre erste wissenschaftliche Arbeit einsetzen können.

    Literatur

    • Frank U (2007) Ein Vorschlag zur Konfiguration von Forschungsmethoden in der Wirtschaftsinformatik. In: Lehner F, Zelewski S (Hrsg) Wissenschaftstheoretische Fundierung und wissenschaftliche Orientierung der Wirtschaftsinformatik. Gito, Berlin, S 156–185
    • March ST, Storey VC (2008) Design Sciene in the Information Systems Discipline. MIS Quarterly 32(4):725–730
    • Oates BJ (2006) Researching information systems and computing. Sage Publications, London, Thousand Oaks, Calif
    • Peffers K, Tuunanen T, Rothenberger MA, Chatterjee S (2007) A Design Science Research Methodology for Information Systems Research. Journal of Management Information Systems 24(3):45–77. doi:10.2753/MIS0742-1222240302 
    • Schauer C (2011) Die Wirtschaftsinformatik im internationalen Wettbewerb. Vergleich der Forschung im deutschsprachigen und nordamerikanischen Raum. Gabler
    • Schreiner M, Hess T, Benlian A (2015) Gestaltungsorientierter Kern oder Tendenz zur Empirie? Zur neueren methodischen Entwicklung der Wirtschaftsinformatik
  • Informationsmodelle im allgemeinen und Referenzinformationsmodell oder auch Referenzmodelle im speziellem, stellen ein zentrales Werkzeug zur Modellierung innerhalb der Disziplin der Wirtschaftsinformatik dar. Der Fokus liegt hierbei auf der Gestaltung von Informationssystemen im betrieblichen Kontext. Trotz der großen Verbreitung der Methodik und dessen Varianz an Modellarten, lässt sich innerhalb der Disziplin kein Konsens über den Begriff an sich finden. In den letzten Jahren lässt sich allerdings sowohl eine Tendenz zum wiederverwendungsorientierten Referenzmodellbegriffs also auch zur induktiven Modellierung feststellen.

    Ziel der Arbeit ist die definitorische Betrachtung des Terminus Referenzmodell im Kontext der Disziplin Wirtschaftsinformatik unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Forschung auf Basis einer Literaturanalyse.

    Literatur

    • Fettke P, Loos P (2002) Methoden zur Wiederverwendung von Referenzmodellen‐Übersicht und Taxonomie. Referenzmodellierung 2002, Multikonferenz Wirtschaftsinformatik
    • Fettke P (2006) State-of-the-Art des State-of-the-Art. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 48(4):257. doi:10.1007/s11576-006-0057-3  
    • Fettke P (2014) Eine Methode zur induktiven Entwicklung von Referenzmodellen. In: Kundisch D, Suhl L, Beckmann L (Hrsg.) Tagungsband Multikonferenz Wirtschafsinformatik 2014. Universität Paderborn, Paderborn, S 1034–1047
    • Thomas O (2006) Das Referenzmodellverständnis in der Wirtschaftsinformatik: Historie, Literaturanalyse und Begriffsexplikation
    • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217. 
    • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.
  • Reifegradmodelle ermöglichen die Bewertung, Verbesserung und das Benchmarking für eine Klasse von Objekten, indem sie Ebenen eines Reifepfades (Entwicklung von einem initialen Zustand zu einem fortgeschrittenem Zustand) ausgestalten. Sie stellen damit ein zentrales Werkzeug zur Modellierung innerhalb der Disziplin der Wirtschaftsinformatik dar. Trotz ihrer Verbreitung in der Praxis durch die berühmten Vertreter CMMI (Capability Maturity Model Integration) der ISACA oder SPICE (Software Process Improvement and Capability Determination) der ISO konstatierte die Forschung in der Vergangenheit verschiedene Kritikpunkte an der Reifegradmodellierung, wie z. B. die oft fehlende theoretische Fundierung. Daraus entstanden über die Jahre verschiedene Vorschläge, wie die Reifegradmodellierung verbessert werden kann, um diesen Kritikpunkten zu begegnen.

    Ziel der Arbeit ist daher den aktuellen Stand der Wirtschaftsinformatik-Forschung in Bezug auf die Reifegradmodellierung hinsichtlich vorab festgelegter Kriterien (z. B. Entwicklungsprozess) auf Basis einer Literaturanalyse abzubilden.

    Literatur

    • Becker J, Knackstedt R, Pöppelbuß J (2009) Entwicklung von Reifegradmodellen für das IT-Management - Vorgehensmodell und praktische Anwendung. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 51(3):249–260. doi:10.1007/s11576-009-0167-9 
    • Fettke P (2006) State-of-the-Art des State-of-the-Art. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 48(4):257. doi:10.1007/s11576-006-0057-3  
    • Pöppelbuß J, Röglinger M (2011) WHAT MAKES A USEFUL MATURITY MODEL? A FRAMEWORK OF GENERAL DESIGN PRINCIPLES FOR MATURITY MODELS AND ITS DEMONSTRATION IN BUSINESS PROCESS MANAGEMENT. In: ECIS 2011 Proceedings. June 9-11, 2011. aisel.aisnet.org/ecis2011/28
    • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217. 
    • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.
    • Wendler R (2014) Reifegradmodelle: Anwendungspotenziale in der Betriebswirtschaftslehre. Der Betriebswirt 55(1):32–36. doi:10.3790/dbw.55.1.32

Themen für Master-Studierende

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-1, Betreuung: Barbara Schiller, M. Sc.

Sustainable Smart Cities

Viele Städte betreiben bereits Entwicklungsinitiativen, um ihre Stadt in eine sogenannte Smart City umzuwandeln. Smarte Produkte und Dienstleistungen werden dabei zur Informationssammlung und -auswertung, zur Unterstützung bei der Energieverteilung oder dem Notfallschutz eingesetzt, um die Städte hinsichtlich der Lebensqualität, der Effizienz und der Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Werden dabei auch ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte berücksichtigt, spricht man von einer Sustainable Smart City.

Ein mögliches Ziel der Arbeit ist es, Ansätze, Strategien, kritische Erfolgsfaktoren und Herausforderungen für die Entwicklung von Sustainable Smart Cities zu identifizieren und miteinander abzugleichen, sowie die möglich beitragende Rolle der Wirtschaftsinformatik dabei herauszuarbeiten.

Literatur

  • Kaewkitipong L (2019) An Introduction to Smart City Research: A review of The Past And The Future. In: ICEB 2019 Proceedings. December 8-12, 2019, S 43–52. https://aisel.aisnet.org/iceb2019/23
  • Marrone M, Hammerle M (2018) Smart Cities: A Review and Analysis of Stakeholders’ Literature. Business & Information Systems Engineering 60(3):197–213. doi:10.1007/s12599-018-0535-3 
  • Trindade EP, Hinnig MPF, Da Costa EM, Marques JS, Bastos RC, Yigitcanlar T (2017) Sustainable development of smart cities: a systematic review of the literature. Journal of Open Innovation: Technology, Market, and Complexity 3(3). doi:10.1186/s40852-017-0063-2 
  • Yigitcanlar T, Han H, Kamruzzaman M (2019) Approaches, Advances, and Applications in the Sustainable Development of Smart Cities: A Commentary from the Guest Editors. Energies 12(23). www.mdpi.com/1996-1073/12/23/4554. doi:10.3390/en12234554 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-2, Betreuung: Barbara Schiller, M. Sc.

Von physischen Artefakten zu smarten Produkten und Services

Das Angebotsportfolio vieler Unternehmen wird zunehmend durch digitalisierte (smarte) Produkte und Services ergänzt, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen oder aufrecht zu erhalten. Der Wechsel von bisher rein physischen Produkten hin zu smarten Produkten und Services ist dabei für Unternehmen mit zahlreichen Herausforderungen verbunden und bedarf daher strategischer Planung im Vorfeld.

Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre die Identifikation und Kategorisierung von kritischen Erfolgsfaktoren und Strategien zur Bewältigung der zuvor identifizierten Herausforderungen für den erfolgreichen Wandel hin zu smarten Produkten und Services.

Literatur

  • Porter ME, Heppelmann JE (2014) How Smart, Connected Products are Transforming Competition. Harvard Business Review 92(11):64–88
  • Porter ME, Heppelmann JE (2015) How Smart, Connected Products Are Transforming Companies. Harvard Business Review 93(10):96–114
  • Püschel L, Roeglinger M, Schlott H (2016) What's in a Smart Thing? Development of a Multi-layer Taxonomy. In: ICIS 2016 PROCEEDINGS. aisel.aisnet.org/icis2016/DigitalInnovation/Presentations/6/

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-3, Betreuung: Barbara Schiller, M. Sc.

Strategische Auswirkungen digitalisierter Produkte und Dienstleistungen auf Geschäftsmodelle und deren Transformation

Digitalisierte (smarte) Produkte und Services werden zunehmend wichtiger für Unternehmen um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Gleichzeitig schreitet die digitale Transformation in Unternehmen voran und ist noch immer eine Herausforderung für viele Unternehmen. Um aus Unternehmenssicht das Potential digitalisierter Produkte in Bezug auf Kostenminimierung bzw. Gewinnmaximierung auszuschöpfen, bedarf es neue bzw. angepasste Geschäftsmodelle.

Ein mögliches Ziel dieser Arbeit besteht daher darin, sich mit den inhärenten Eigenschaften digitalisierter Produkte und Dienstleistungen auseinanderzusetzen, die neue Geschäftsmodelle ermöglichen bzw. benötigen, und entsprechend darauf aufbauend sich mit Ansätzen der Literatur für neue Geschäftsmodelle vergleichend auseinanderzusetzen.

Literatur

  • Fleisch E, Weinberger M, Wortmann F (2015) Business Models and the Internet of Things (Extended Abstract). In: Podnar Žarko I, Pripužić K, Serrano M (eds) Interoperability and Open-Source Solutions for the Internet of Things. International Workshop, FP7 OpenIoT Project, Held in Conjunction with SoftCOM 2014, Cham, pp 6–10. doi:10.1007/978-3-319-16546-2_2 
  • Porter ME, Heppelmann JE (2014) How Smart, Connected Products are Transforming Competition. Harvard Business Review 92(11):64–88
  • Shim JP, Sharda R, French AM, Syler RA, Patten KP (2020) The Internet of Things: Multi-faceted Research Perspectives. Communications of the Association for Information Systems 46:511–536. doi:10.17705/1CAIS.04621 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-4, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Analyse der Folgen von Diskriminierung durch IT

Sowohl im betrieblichen wie im privaten Kontext sind IT-Systeme allgegenwärtig. Nichtsdestotrotz hat die Gestaltung von IT-Systemen Einfluss darauf wie Stakeholder, die von der Systemnutzung betroffen sind. Teils geht es soweit, dass es sich um Diskriminierung handelt. 

Insbesondere bzgl. Sexismus und Rassismus werden immer wieder Systeme gefunden, die aufgrund ihrer Konzeption oder Nutzung Menschen benachteiligen, seien es Predictive-Policing-Systeme die in der Vergangenheit Afroamerikaner vermehrt zu Unrecht beschuldigten, Algorithmen für virtuelle Hintergründe bei Videokonferenzen die nur bei Personen mit weißer Hautfarbe funktionieren oder Algorithmen für das automatisierte Verwalten von Videokonferenzen mit mehreren gleichzeitig sprechenden Teilnehmern, die überdurchschnittlich häufig Frauen stummschalten.

Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre die Identifikation und Kategorisierung von Diskriminierungsszenarien und die Analyse der möglichen Folgen durch diese Form der Diskriminierung für Nutzer, Anbieter und Betroffene solcher IT-Lösungen.

Literatur

  • Feine J, Gnewuch U, Morana S, Maedche A (2020) Gender Bias in Chatbot Design. In: Følstad A, Araujo T, Papadopoulos S, Law EL-C, et al. (Hrsg) Chatbot Research and Design. Springer International Publishing, Cham, S 79–93. doi:10.1007/978-3-030-39540-7_6 
  • Hong J-W, Williams D (2019) Racism, responsibility and autonomy in HCI: Testing perceptions of an AI agent. Computers in Human Behavior 100:79–84. doi:10.1016/j.chb.2019.06.012 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-5, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Analyse von Gestaltungsempfehlungen für IT-Systeme zur Reduktion von Diskriminierung

Sowohl im betrieblichen wie im privaten Kontext sind IT-Systeme allgegenwärtig. Nichtsdestotrotz hat die Gestaltung von IT-Systemen Einfluss darauf wie Stakeholder, die von der Systemnutzung betroffen sind. Teils geht es soweit, dass es sich um Diskriminierung handelt.

Ein Beispiel wäre Diskriminierung im Rahmen einer Personendatenbank bei der die Felder „Geschlecht“ oder „Anrede“ nur zwei Ausprägungsmöglichkeiten haben und damit keine Möglichkeit bieten, eine nichtbinäre Geschlechtsidentität abzubilden. Dabei wird dieses Problem auch dadurch vergrößert, dass solche Daten häufig nur pauschalisiert erhoben werden ohne dass es im Kontext des IT-Systems eine konkrete Anforderung dazu gibt.

Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre sowohl die Identifikation von Gestaltungsempfehlungen oder Methoden, die geeignet sind bisher nicht beachtete Probleme zu identifizieren, als auch die Identifikation solcher, die konkret erkannten Problemen entgegenwirken.

Literatur

  • Feine J, Gnewuch U, Morana S, Maedche A (2020) Gender Bias in Chatbot Design. In: Følstad A, Araujo T, Papadopoulos S, Law EL-C, et al. (Hrsg) Chatbot Research and Design. Springer International Publishing, Cham, S 79–93. doi:10.1007/978-3-030-39540-7_6 
  • Buchmüller S, Joost G, Bessing N, Stein S (2011) Bridging the gender and generation gap by ICT applying a participatory design process. Personal and Ubiquitous Computing 15(7):743–758. doi:10.1007/s00779-011-0388-y 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-6, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Anforderung an die Gestaltung von mobilen Applikationen für Menschen mit visuellen Einschränkungen

Die Gestaltung von mobilen Applikationen wird heutzutage durch Frameworks unterstützt. Für die vorherrschenden Plattformen Android und iOS bieten dabei die Hersteller selbst Entwicklungsumgebungen und -frameworks an, um Applikationen zu erstellen. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Frameworks, die die plattformunabhängige Entwicklung erlauben: Mit einer Konzeption soll die App sowohl für Android wie iOS generiert werden können.

Während die Entwicklung dieser Apps hinreichend unterstützt wird, wird bei der Konzeption häufig nicht auf Benutzergruppen fokussiert, die visuelle Einschränkungen haben. Dabei dürfte aber gleichwohl naheliegend sein, dass es viele Potenziale in der Smartphone- und App-Benutzung gibt, auch für Menschen mit visuellen Einschränkungen, insb. auch mit stark eingeschränkter Sehfähigkeit oder Blindheit.

Ein Ziel dieser Arbeit könnte sein zu identifizieren, wie die Anforderungen an eine möglichst barrierefreie mobile Applikation sind, etwa in Bezug auf Funktionalität, Inhalt und Darstellung. Darauf aufbauend könnte analysiert werden wie diese Anforderungen durch die bestehenden Frameworks unterstützt werden, wie Applikationen dynamisch auf die Anforderungen eines Benutzers, die beispielsweise im Betriebsystem konfiguriert sind, reagieren können oder welche Methodiken es gibt um die Anforderungen zu ermitteln.

Literatur

  • Krainz E, Miesenberger K, Feiner J (2018) Can We Improve App Accessibility with Advanced Development Methods? In: Miesenberger K, Kouroupetroglou G (Hrsg) Computers Helping People with Special Needs. Springer International Publishing, Cham, S 64–70. doi:10.1007/978-3-319-94277-3_12 
  • Moon H, Cheon J, Lee J, Banda DR, Griffin-Shirley N, Ajuwon PM (2020) Factors influencing the intention of persons with visual impairment to adopt mobile applications based on the UTAUT model. Universal Access in the Information Society. doi:10.1007/s10209-020-00757-0 

(Sprache: Deutsch/English) SOFTEC-MA-7, Betreuung: Barbara Schiller, M. Sc.

Strategien und Geschäftsmodelle für digitale Plattformen und Ökosysteme

Viele Unternehmen setzen heutzutage auf ein digitales Plattformgeschäftsmodell um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, teilweise mit dem Ziel langfristig ein ganzes digitales Ökosystem aufzubauen und anbieten zu können. Hierfür bedarf es jedoch einer geeigneten Plattformstrategie und entsprechende Geschäftsmodelle, um die Plattform, als auch langfristig die Ökosystem-Vision umsetzen zu können.

Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre einen Überblick über Strategien und Geschäftsmodelle für digitale Plattformen und Ökosysteme zu geben, sowie eine Zuordnung, welche Geschäftsmodelle für welche Strategie sinnvoll wären unter Berücksichtigung der verschiedenen Plattformtypen, vorzunehmen.

Literatur

  • Asadullah A, Faik I, Kankanhalli A (2018) Digital Platforms: A Review and Future Directions. In: PACIS 2018 Proceedings.
  • Guggenberger TM, Möller F, Haarhaus T, Gür I, Otto B (2020) Ecosystem Types in Information Systems. In: ECIS 2020 Research Papers
  • Vom Brocke J, Simons A, Niehaves B, Niehaves B, Riemer K, Plattfaut R, Cleven A (2009) Reconstructing the Giant: On the Importance of Rigour in Documenting the Literature Search Process. In: Newell S, Whitley E, Pouloudi N, Wareham J, Mathiassen L (Hrsg) Information systems in a globalising world : challenges, ethics and practices ; ECIS 2009, 17th European Conference on Information Systems, Verona, S 2206–2217.
  • Webster J, Watson RT (2002) Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review. MIS Quarterly 26(2):xiii–xxiii.