Themen im WS 17/18

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

Themen für Bachelor-Studierende

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-1 , Betreuer:Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Bausteine für den agilen Softwareentwicklungsprozess

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Bei der Entwicklung von Softwareprodukten muss das zugrundeliegende System, für das die Software entwickelt wird, berücksichtigt werden. Dies umfasst bspw. die Anpassung an betriebssystemspezifische oder hardwarespezifische Anforderungen. In den letzten Jahren hat der Einsatz von Container-Technologien zur einer Veränderung der Art und Weise geführt, wie Software entwickelt, aber vor allem im Rahmen von Continuous Delivery bereitgestellt wird. Container bieten dabei eine Form der Isolation der Anwendung und zugehörigen Abhängigkeiten, sodass diese unabhängig vom zugrundeliegenden System entwickelt und ausgeführt werden kann. Container sind dabei mehr als eine reine virtuelle Maschine, da sie explizit auf die Bereitstellung von Software-Produkten ausgelegt sind.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, wie derartige Container-Technologien den Softwareentwicklungsprozess beeinflussen und verändern. Auch können im Rahmen dessen Vor- und Nachteile des Einsatzes herausgearbeitet werden.

    Literatur

    • Mouat A (2016) Using Docker. O'Reilly, Sebastopol
  • Seit einiger Zeit wird im Rahmen der modernen Softwareentwicklung häufig der Begriff „DevOps“ (Development + Operations) verwendet. DevOps ist dabei keine konkrete Technologie, sondern vielmehr ein Framework aus bestimmten Sichtweisen und Prozessansätzen mit einer Tool-basierten Unterstützung. Beispiel hierfür ist bspw. eine möglichst umfassende Automatisierung von vorher manuell durchgeführten Tätigkeiten (z.B. Deployment und Tests). So soll die Qualität gesteigert und gleichzeitig die Arbeitsbelastung der Prozessbeteiligten reduziert werden, sodass ein Fokus auf die wesentlichen Aspekte erfolgen kann. DevOps wird dabei sowohl im Rahmen von einzelnen Entwickler-Teams, als auch in Organisation eingesetzt und ist folglich mit einer Vielzahl von Veränderungen verbunden.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, was in Literatur und Praxis alles unter dem Begriff DevOps verstanden wird und welche Veränderungen sich durch den Einsatz für Entwickler-Teams und Organisationen ergeben.

    Literatur

    • Callanan M, Spillane A (2016) DevOps. Making It Easy to Do the Right Thing. IEEE Software 33(3):53–59. doi:10.1109/MS.2016.66 
    • Verona J, Duffy M, Swartout P (2016) Learning DevOps. Packt Publishing, Birmingham
    • Wolff E (2016) Continuous delivery. Der pragmatische Einstieg. 2. Auflage. dpunkt. verlag, Heidelberg
  • Die Aufwands- bzw. Kostenschätzung war schon immer eine Herausforderung in der Softwareentwicklung. Selbst bei klaren, feststehenden Anforderungen kam es häufig zu Fehlschätzungen, die dann mit einer Zeit- und/oder Kostenüberschreitung verbunden waren. Heutige Softwareprojekte müssen häufig in einem dynamischen Umfeld bestehen, das durch komplexe, unklare und sich häufig verändernde Anforderungen geprägt ist. Das agile Vorgehen ist dabei explizit darauf ausgelegt, neue oder veränderte Kundenanforderungen zu berücksichtigen und das Softwareprodukt durch entsprechendes Feedback zu optimieren. Diese Unsicherheit wirkt dabei allerdings auch auf die Aufwands- bzw. Kostenschätzung und erschwert diese zusätzlich.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Verfahren zur Kostenschätzung von agilen Projekten existieren. Dabei kann dann bspw. auch geprüft werden, ob traditionelle Verfahren auch für den Einsatz in agilen Projekten geeignet sind.

    Literatur

    • Gloger B (2014) Wie schätzt man in agilen Projekten. - oder wieso Scrum-Projekte erfolgreicher sind. Hanser, München
    • Jorgensen M, Shepperd M (2007) A Systematic Review of Software Development Cost Estimation Studies. IEEE Transactions on Software Engineering 33(1):33–53. doi:10.1109/TSE.2007.256943
  • Die Art und Weise wie Software entwickelt wird unterliegt einem ständigen Wandel auf Grund des dynamischen Umfelds. Neue Konzepte entstehen und alte Konzepte werden abgelöst oder verändert. So haben bspw. die agilen Entwicklungsansätze zu einer kompletten Veränderung der Sichtweise auf die moderne Softwareentwicklung geführt. Die eingesetzten Konzepte unterscheiden sich dabei hinsichtlich des Fokus (technische Konzepte vs. Konzepte auf Prozessebene) und der Anforderungen des Projekts. Somit existiert eine Vielzahl von Konzepten, die zum Teil aufeinander aufbauen und gemeinsam oder getrennt eingesetzt werden können.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Konzepte die moderne Softwareentwicklung einsetzt. Dabei kann auch eine entsprechende Beschreibung und Klassifikation der Konzepte vorgenommen werden.

    Literatur

    • Fuchs A, Stolze C, Thomas O (2013) Von der klassischen zur agilen Softwareentwicklung Evolution der Methoden am Beispiel eines Anwendungssystems. HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik 50(2):17–26. doi:10.1007/BF03340792 
    • Wolff E (2016) Continuous delivery. Der pragmatische Einstieg. 2. Auflage. dpunkt. verlag, Heidelberg
  • Die Eignung von agilen Methoden um besser auf Kundenbedürfnisse und Anforderungen einzugehen ist inzwischen im (Software-)Projektmanagement häufig vertreten. Durch die Möglichkeit flexibel im Projektverlauf auf Änderungen reagieren zu können, entsprechen die erstellen Ergebnisse häufig besser dem Gewünschten. Allerdings steht diese Agilität im Widerspruch zu einer klassischen Projektplanung bei der der Umfang und Preis vorab festgelegt wird. Hier ist der agile Festpreis ein Lösungskonzept.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit ist die Bewertung des Konzeptes des agilen Festpreis bezogen auf vorliegenden Alternativen, um zu ermitteln in welchen Kontexten dieses Verfahren Berücksichtigung finden sollte.

    Literatur

    • Opelt A, Gloger B, Pfarl W, Mittermayr R (2014) Der agile Festpreis. Leitfaden für wirklich erfolgreiche IT-Projekt-Verträge. 2. Aufl. Hanser, München

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-2 , Betreuer:Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Herausforderungen in agiler Entwicklung für mobile Applikationen

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Viele Applikationen die man als App auf dem Smartphone nutzt sind für mehrere Plattformen verfügbar. Dabei gibt es häufig bspw. eine App für iOS sowie Android, meist eine Web-Applikation, teilweise noch Desktop-Applikationen. Für die einzelnen Plattformen gibt es unterschiedliche Guidelines die sich zwischen den Plattformen deutlich unterscheiden. Trotzdem gibt es im Zuge der Wiedererkennbarkeit und Plattformunabhängigkeit Bestrebungen Applikationen möglichst ähnlich aussehen zu lassen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, konkrete Applikationen, Guidelines und Frameworks zu analysieren, um die Entscheidung für und wider Anpassungen bezüglich einer konkreten Plattform vornehmen zu können. 

  • Mobile Applikationen stellen heutzutage eine immer relevantere Art der Interaktion mit Informationssystemen dar. Auch im Kontext von Fitness und Gesundheit werden mobile Applikationen im persönlichen Kontext (mHealth) immer häufiger genutzt. Dabei kann es sich um Smartphone-Apps handeln, die mit Datenbanken Informationen bieten, oder Apps die anhand von eingegebenen Informationen Analysen und Empfehlungen bieten. Dabei kann diese Eingabe manuell erfolgen oder durch Sensoren automatisiert werden, wie es die sog. Wearables (bspw. Fitness-Tracker) ermöglichen. In diesem Kontext werden aber auch Unterschiede in der Akzeptanz unterschiedlicher Apps deutlich. So sind sowohl der Bedienkomfort, als auch der Funktionsumfang der Apps äußerst unterschiedlich, was schlussendlich auch in sehr unterschiedlichen Bewertungen der Apps resultiert.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre, bezogen auf die Domäne mHealth, Faktoren zu identifzieren und zu analysieren, die eine hohe Qualität der App begünstigen und damit die Akzeptanz der App steigern. Hierfür müssten unterschiedliche Merkmale abgeleitet werden, die die Qualität der App bestimmen und darauf aufbauend Faktoren identifiziert werden, die diese Merkmale beeinflussen.

    Literatur

    • Altenhoff B, Vaigneur H, Caine K (2015) One Step Forward, Two Steps Back: The Key to Wearables in the Field is the App. In: Arnrich B, Ersoy C, Dey A, Kunze K, Berthouze N (Hrsg) 9th International Conference on Pervasive Computing Technologies for Healthcare. 2015-05-20 - 2015-05-23. doi:10.4108/icst.pervasivehealth.2015.259049 
    • Karahanoğlu A, Erbuğ Ç (2011) Perceived qualities of smart wearables: determinants of user acceptance. In: Deserti A, Zurlo F, Rizzo F (Hrsg) Proceedings of the 2011 Conference on Designing Pleasurable Products and Interfaces (DPPI '11), S 1. doi:10.1145/2347504.2347533 
  • Im Rahmen der Entwicklung von mobilen Applikationen gibt es die Notwendigkeit eine möglichst hohe Qualität zu verfolgen, um eine App zu entwickeln, wie der Kunde sie wünscht. Während es auf der einen Seite eine produktbezogene Qualität gibt, die sich auf die konkrete App beziehen, gibt es noch die prozessbezogene Qualität, die sich auf den Entwicklungsprozess selbst bezieht.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre, zu analysieren welche Merkmale eine hohe Qualität von Apps begünstigen. Hierfür müssten unterschiedliche Merkmale abgeleitet werden, die die Qualität der App bestimmen und darauf aufbauend Faktoren identifiziert werden, die diese Merkmale beeinflussen.

    Literatur

    • Lee G, Raghu TS (2014) Determinants of Mobile Apps' SuccessEvidence from the App Store Market. Journal of Management Information Systems 31(2):133–170. doi:10.2753/MIS0742-1222310206 
  • Es existieren viele verschiedene Ansätze für die Gestaltung von Software-Interfaces. Einer dieser Ansätze ist der der Patterns, bei dem vorgefertigte, konfigurierbare Lösungsbausteine für wiederkehrende Probleme beschrieben werden. So können erprobte Lösungen direkt beim ersten Entwurf genutzt werden. Diese Lösungen werden in unterschiedlichen Pattern-Katalogen und –Sprachen für unterschiedliche Einsatzzwecke beschrieben. Dabei unterscheiden sich diese Kataloge nach Typ der Applikation (bspw. Web-Interface, mobile App) oder nach Domäne (bspw. E-Commerce). Die Anzahl dieser Kataloge und Sprachen ist immens, selbst man Sie auf UI-Patterns beschränkt.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre eine Übersicht über vorhandene Kataloge und eine darauffolgende Bewertung der Qualität der Kataloge. Dabei sollte nicht nur der einzelne Katalog spezifisch bewertet werden, sondern auch das grundsätzliche Konzept der Pattern-Kataloge kritisch hinterfragt werden.

    Literatur

    • Kruschitz C, Hitz M (2009) The Anatomy of HCI Design Patterns. In: Proceedings of the 2009 Computation World: Future Computing, Service Computation, Cognitive, Adaptive, Content, Patterns, S 202–207. doi:10.1109/ComputationWorld.2009.45 
    • Tidwell J (2011) Designing interfaces. 2. Aufl. O'Reilly, Sebastopol, CA
    • Winter R, vom Brocke J, Fettke P, Loos P, Junginger S, Moser C, Keller W, Matthes F, Ernst A (2009) Patterns in der Wirtschaftsinformatik. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 51(6):535–542. doi:10.1007/s11576-009-0195-5 
  • Modellgetriebene Softwareentwicklung (MDSE) wird häufig mit vielen konkreten Vorteilen in Verbindung gebracht, wie einfacher formaler Analyse, höherer Qualität und besserer Erfülllung von Anforderungen. Trotzdem bleibt diese Art der Softwareentwicklung meist unberücksichtigt in praktischen Projekten.

    Ein mögliches Ziel dieser Arbeit wäre zunächst die aktuelle Eignung von MDSE zu prüfen und zu bewerten und darauf aufbauend die konkreten Unterschiede zum klassischen Software-Engineering aufzuzeigen, um daraus konkrete Einflussfaktoren für eine Wahl und Eignung beider Varianten in einem konkreten Scenario sichtbar zu machen. Konkrete Fragen wie „Ist Programmierung keine Modellierung?“ können in diesem Zuge beantwortet werden.

    Literatur

    • Gerlach R, Guckert M, Malerczyk C, Arlt HC, Vaupel S, Taentzer G, Fatum M (2016) Modellgetriebene Entwicklung mobiler Anwendungen mit Augmented Reality Funktionalität. In: Barton T, Müller C, Seel C (Hrsg) Mobile Anwendungen in Unternehmen. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, S 193–211. doi:10.1007/978-3-658-12010-8_13 
    • Wanner G, Siegl S (2007) Modellgetriebene Softwareentwicklung auf Basis von Open-Source-Werkzeugen – reif für die Praxis? Informatik-Spektrum 30(5):340–352. doi:10.1007/s00287-007-0175-3 

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-3 , Betreuer:Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Digitale Transformation des Arbeitsplatzes

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Immer mehr Bausteine eines Informationssystems sind nicht mehr mit einer klassischen Client-Server-Architektur vergleichbar, sondern sind unabhängige, aber vernetzte Geräte die mit Sensoren und Aktoren ausgestattet sind. Dabei sind die einfachsten Formen RFID-Chips oder Wearables, die durch die Vernetzung mit einem zentralen System „smart“ werden, so beispielsweise Fitness-Tracker in Verbindung mit einer Smartphone-App. Aber nicht nur im Endkunden-Sektor gibt es Potenziale für diese Produkte, auch im Unternehmenskontext lassen sich Vorteile realisieren.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu analysieren welche Produkte im Kontext von Büroarbeitsplätzen oder in bestimmten Branchen eingesetzt werden könnten, um einen Mehrwert zu erzielen. Dabei könnten konkrete Empfehlungen für Produkte und Prozesse generiert werden, die bestehenden Herausforderungen begegnen.

    Literatur

    • Porter ME, Heppelmann JE (2014) How Smart, Connected Products are Transforming Competition. Harvard Business Review 92(11):64–88
  • Durch die digitale Transformation sind immer mehr Bereiche des beruflichen Alltags und Privatlebens geprägt von umfangreicher IT-Nutzung. Insbesondere durch stetige Veränderungen der genutzten IT, wie Sie im Rahmen der bimodalen IT oder des Innovationsmanagements notwendig werden können, steigen auch die Anforderungen an die Nutzer. Der daraus resultierende Technologiestress variiert aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren von Person zu Person, ist aber auch im betrieblichen Kontext vorhanden, bspw. durch die Idee der andauernden Erreichbarkeit oder der Komplexität der eingesetzten Systeme. Durch eine Reduktion des Technologiestresses wäre es mutmaßlich aber möglich, die Effizienz der Systemnutzung zu erhöhen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es einen Überblick zu schaffen über Kategorien von Technologiestress es im Unternehmenskontext gibt, deren Einflussfaktoren zu ermitteln und geeignete Empfehlungen gegen diesen Technologiestress aufzuzeigen und zu bewerten, insbesondere im Kontext von Innovationsprozessen.

    Literatur

    • Adam MTP, Gimpel H, Maedche A, Riedl R (2016) Design Blueprint for Stress-Sensitive Adaptive Enterprise Systems. Business & Information Systems Engineering (Online First). doi:10.1007/s12599-016-0451-3 

(Sprache: deutsch/englisch) BA-SOFTEC-4 , Betreuer:Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

Themenkomplex: Herausforderungen der Wirtschaftsinformatik im Studium

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Die Wirtschaftsinformatik ist eine recht junge Disziplin, in der immer wieder über die Relevanz bestimmter Forschungsmethoden diskutiert wird. Insbesondere im Kontext der Übernahme von Methoden anderer Disziplinen im Gegensatz zur Entwicklung eigener Methoden und durch die Möglichkeit von konstruktionsorientierter vs. verhaltenswissenschaftlicher Forschung gerade auch im Hinblick auf die Schwesterdisziplin Information Systems Research sind die Relevanz ausgewählter Forschungsmethoden ein Thema.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre nachdem ein Überblick über konkrete Forschungsmethoden gegeben wird eine Bewertung dieser Methoden nach ihrer Nutzung innerhalb des Fachgebietes auf der einen Seite, sowie nach ihrem zeitlichen Aufwand und der benötigten Vorerfahrung auf der anderen Seite vorzunehmen, um schlussendlich ein Auswahlraster an Forschungsmethoden vorzustellen, dass Studierende für ihre erste wissenschaftliche Arbeit einsetzen können.

    Literatur

    • Frank U (2007) Ein Vorschlag zur Konfiguration von Forschungsmethoden in der Wirtschaftsinformatik. In: Lehner F, Zelewski S (Hrsg) Wissenschaftstheoretische Fundierung und wissenschaftliche Orientierung der Wirtschaftsinformatik. Gito, Berlin, S 156–185
    • March ST, Storey VC (2008) Design Sciene in the Information Systems Discipline. MIS Quarterly 32(4):725–730
    • Oates BJ (2006) Researching information systems and computing. Sage Publications, London, Thousand Oaks, Calif
    • Peffers K, Tuunanen T, Rothenberger MA, Chatterjee S (2007) A Design Science Research Methodology for Information Systems Research. Journal of Management Information Systems 24(3):45–77. doi:10.2753/MIS0742-1222240302 
    • Schauer C (2011) Die Wirtschaftsinformatik im internationalen Wettbewerb. Vergleich der Forschung im deutschsprachigen und nordamerikanischen Raum. Gabler
    • Schreiner M, Hess T, Benlian A (2015) Gestaltungsorientierter Kern oder Tendenz zur Empirie? Zur neueren methodischen Entwicklung der Wirtschaftsinformatik
    • Wilde T, Hess T (2006) Methodenspektrum der Wirtschaftsinformatik: Überblick und Portfoliobildung. www.wim.bwl.uni-muenchen.de/download/epub/ab_2006_02.pdf (Abruf am 2012-12-14)
    • Wilde T, Hess T (2007) Forschungsmethoden der Wirtschaftsinformatik. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 49(4):280–287. doi:10.1007/s11576-007-0064-z 
    • Zelewski S (2009) Was ist eigentlich Grundlagenforschung in der Wirtschaftsinformatik? WIRTSCHAFTSINFORMATIK 51(2):227–230. doi:10.1007/s11576-008-0130-1 
  • Für die Modellierung von Unternehmensprozessen lassen sich unterschiedliche Sprachen finden. Im Bereich domänenunabhängiger Sprachen sind sicherlich EPK und BPMN die bekanntesten Vertreter. Die Entscheidung für eine Modellierungssprache ist von vielen Faktoren abhängig.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es eine Entscheidungsunterstützung für eine der beiden Sprachen zu entwickeln, die es erlaubt anhand von typischen Anforderungen an Prozessmodellierung generell, sowie von Anforderungen an den konkreten Einsatzzweck die passende Sprache auszuwählen.

    Literatur

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

Themen für Master-Studierende

(Sprache: deutsch/englisch) MA-SOFTEC-1

Themenkomplex: Digitale Transformation konkretisiert

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • Servicesysteme können als sozio-technische Systeme definiert werden, die eine gemeinsame Wertschöpfung zwischen verschiedenen Akteuren (co-creation of value) ermöglichen. In Servicesystemen wird dabei nicht auf die einzelne Dienstleistung oder das einzelne Produkt fokussiert, sondern auf den Wert, der sich durch die Interaktion und den gemeinsamen Einsatz dieser ergibt. Dies beschreibt einen Wandel von der güterorientierten Sichtweise (Goods-Dominant Logic) hin zur serviceorientierten Sichtweise (Service-Dominant Logic). Die Entwicklung bzw. Entstehung derartige Systeme wird unter anderem durch die fortschreitende Digitalisierung im Rahmen der digitalen Transformation motiviert. Eine der wesentlichen Technologien, die auch Potentiale für Servicesysteme bietet ist Big Data. So kann durch die Auswertung der vorhandenen Datenmengen bspw. die Interaktion zwischen den an der gemeinsamen Wertschöpfung beteiligten Akteuren unterstützt werden.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, wie Servicesysteme und Big Data miteinander kombiniert werden können. Dabei kann bspw. auf mögliche Ansatzpunkte, Einsatzpotenziale oder Herausforderungen eingegangen werden. 

    Literatur

    Böhmann T, Leimeister JM, Möslein K (2014) Service Systems Engineering. Business & Information Systems Engineering 6(2):73–79. doi:10.1007/s12599-014-0314-8 

    Demirkan H, Bess C, Spohrer J, Rayes A, Allen D, Moghaddam Y (2015) Innovations with smart service systems: Analytics, big data, cognitive assistance, and the internet of everything. Communications of the Association for Information Systems 37:Article 35

    Spohrer J, Maglio PP, Bailey J, Gruhl D (2007) Steps toward a science of service systems. Computer 40(1):71–77. doi:10.1109/MC.2007.33

  • Durch die Digitale Transformation befinden sich Unternehmen in einem Umfeld, dass viele neue Herausforderungen und Anforderungen umfasst. Die Berücksichtigung bzw. der Umgang mit diesen ist für den Fortbestand der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheidend. Servicesysteme bieten dabei eine Möglichkeit, um neuartige Geschäftsmodelle zu unterstützen oder vorhandene Geschäftsmodelle an die neuen Anforderungen anzupassen. Servicesysteme setzten den Fokus dabei auf die gemeinsame Wertschöpfung zwischen verschiedenen Akteuren (co-creation of value) und integrieren sowohl soziale, als auch technische Entitäten. Der Wert entsteht dabei durch den oftmals kombinierten Einsatz von Dienstleistungen und/oder Produkten. Der Entwurf derartige Servicesysteme ist auf Grund des Umfelds und der Komplexität nicht trivial und bedarf einer methodischen Unterstützung. Hierfür bietet sich unter anderem das Service Systems Engineering an, das auf den ingenieurmäßigen Entwurf, die Entwicklung und die Einführung von Servicesystemen fokussiert. Einen wesentlichen Bestandteil bilden dabei entsprechende Vorgehensmodelle, die den Entwurfsprozess in planbare Schritte teilen und so die Machbarkeit unterstützen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Vorgehensmodelle für den Entwurf derartige Servicesysteme existieren. Der Fokus sollte dabei auf der Berücksichtigung der Herausforderungen der Digitalen Transformation liegen.

    Literatur

    • Böhmann T, Leimeister JM, Möslein K (2014) Service Systems Engineering. Business & Information Systems Engineering 6(2):73–79. doi:10.1007/s12599-014-0314-8
  • Im Rahmen der Digitalen Transformation stehen häufig Unternehmen im Fokus der Betrachtung. Durch die Änderungen von Technologien und Märkten besteht hier die Notwendigkeit, mit neuen Geschäftsmodellen und -prozessen wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei werden Prozess- und IT-Innovationen genutzt, um sich gegenüber Wettbewerbern durchzusetzen. Obwohl diese Arten von Veränderungsprozessen seit Jahrzehnten bestehen und immer schon im Fokus der Wirtschaftsinformatik standen, hat sich die Wahrnehmung der Notwendigkeit für diese Tätigkeiten im Unternehmenskontext verändert. Dabei wird die „Digitale Transformation“ häufig nicht über das Innovationsmanagement und etablierte Rollen wie die des CIOs abgewickelt, sondern es werden konsequent Anforderungen an neue Aktivitäten im Unternehmen (etwa Etablierung einer bimodalen IT) und Rollen, wie den CDO etabliert.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre konkrete Herausforderungen der Digitalen Transformation zu ermitteln und diese konkret auf Themen wie „bimodaler IT“ oder dem Konzept des CDO anzuwenden, um zu prüfen, inwieweit diese Konzepte geeignet sind, den Herausforderungen zu begegnen, im Gegensatz zu klassischen Ansätzen des IT-Managements, Innovationsmanagements oder Change-Managements.

    Literatur

    • Horlacher A, Hess T (2016) What Does a Chief Digital Officer Do? Managerial Tasks and Roles of a New C-Level Position in the Context of Digital Transformation. In: Proceedings of HICSS 2016. 05.01.16 - 08.01.16, S 5126–5135. doi:10.1109/HICSS.2016.634 
    • Masli A, Richardson VJ, Watson MW, Zmud RW (2016) SENIOR EXECUTIVES’ IT MANAGEMENT RESPONSIBILITIES: SERIOUS IT-RELATED DEFICIENCIES AND CEO/CFO TURNOVER. MIS Quarterly 40(3):687–708
    • Urbach N Bimodale IT. In: Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. wi-lex.de/lexikon/is-management/Software-Projektmanagement/bimodale-it/bimodale-it/
  • Die Herausforderungen der digitalen Transformation sind vielfältig. Insbesondere im Kontext von Industrie 4.0 werden Potenziale und Anforderungen an die IT identifiziert, bei denen viele Unternehmen einen Handlungsbedarf ableiten. Allerdings sind die geplanten Tätigkeiten immer in den Kontext des aktuellen Portfolios des Unternehmens zu setzen. An dieser Stelle bieten Reifegradmodelle ein mögliches Werkzeug. Diese dient unter anderem dem Wettbewerbsvergleich oder einer Potenzialanalyse. Dabei existieren sehr unterschiedliche Modellarten, bspw. nach unterschiedlichen Domänen. Der Nutzen solcher Reifegradmodelle wird oftmals kritisch hinterfragt, u. a. da meist nicht wohldefiniert ist, wie der Nutzen-Aufwand-Relation einer nächsten Reifestufe zu bewerten ist.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, unter der Berücksichtigung von allgemeinem Potenzial und Kritik von Reifegradmodellen generell, die Reifegradmodelle für digitale Transformationen zu identifizieren und im Kontext der Literatur kritisch zu bewerten.

    Literatur

    • Leyh C, Schäffer, Thomas, Forstenhäusler, Sven (2016) SIMMI 4.0 – Vorschlag eines Reifegradmodells zur Klassifikation der unternehmensweiten Anwendungssystemlandschaft mit Fokus Industrie 4.0. In: Nissen V, Stelzer D, Straßburger S, Fischer D (Hrsg) MKWI 2016 Proceedings. 2016-03-09 - 2016-03-11, Ilmenau, S 981–992
    • Pöppelbuß J, Röglinger M (2011) What makes a useful maturity model? A framework of general design principles for maturity models and its demonstration in business process management. In: ECIS 2011 Proceedings, Paper 28
  • Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen bezüglich Organisationsstruktur, Prozesse und IT. Aufgrund der Komplexität und der fehlenden Kompetenz ist ein Ansatz der Unternehmen zur Verfügung steht die Nutzung von Beratungsunternehmen. Grundsätzlich werden diese Unternehmen für Transformationsprozesse eingesetzt, um Expertenwissen zuzukaufen und Veränderungsprozesse extern statt intern anzustoßen. Allerdings wird im Rahmen der digitalen Transformation generell ein höherer Handlungsbedarf und ein höheres Potenzial als bei bisherigen Projekten gesehen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, die besonderen Anforderungen der Digitalen Transformation bezüglich aktueller Projekte zu ermitteln und die Eignung von Beratungsunternehmen dahingehend zu bewerten, welche Schritte im Rahmen der Transformationsprojekte eines Unternehmens geeignet durch Dritte zu erbringen wären.

    Literatur

    • Krüger N, Teuteberg F (2016) IT Consultants as Change Agents in Digital Transformation Initiatives. In: Nissen V, Stelzer D, Straßburger S, Fischer D (Hrsg) MKWI 2016 Proceedings. 2016-03-09 - 2016-03-11, Ilmenau, S 1019–1030
    • Seifert H, Nissen V (2016) Virtualisierung von Beratungsleistungen: Stand der Forschung zur digitalen Transformation in der Unternehmensberatung und weiterer Forschungsbedarf. In: Nissen V, Stelzer D, Straßburger S, Fischer D (Hrsg) MKWI 2016 Proceedings. 2016-03-09 - 2016-03-11, Ilmenau, S 1031–1040